Concert Review

Georg Spindler, Mannheimer Morgen newspaper, 2014

Kann man lernen, so zu singen? So wie Ann Malcolm bei ihrer bewegenden Interpretation von "Lonely Woman" mit bebenden Deklamationen, expressivem Sprechgesang und seufzenden Vokalisen den Schmerz von Einsamkeit und verlorener Liebe beschwört? Man kann es offensichtlich, denn die Professorin für Jazz-Gesang an der Musikhochschule Mannheim hat schon viele junge Vokalistinnen wie Stefanie Neigel oder Juliette Brousset ausgebildet.

Malcolms Version der berühmten Ornette-Coleman-Ballade ist einer der Höhepunkte des Jubiläumskonzerts der seit 20 Jahren bestehenden Hochschulabteilung Jazz und Popularmusik, das im Rahmen der Festwoche der Musikhochschule und des Enjoy-Jazz-Festivals über die Bühne geht.

Elf Dozenten begeistern dabei in wechselnden Besetzungen und einem stilistisch weit gespannten, weitgehend selbstkomponierten Repertoire drei Stunden lang das Publikum im fast komplett gefüllten Musensaal des Rosengartens.

 

 

Heinz Lätt, , Aargauer Zeitung 2008

 Eine fulminante Stimme «full of power»

Jazz im Aarhof Ann Malcolm brillierte mit ihrem neuen Programm

Ann Malcolm erwies sich auch diesmal als virtuose und intonationssichere Interpretin.

In ihren Songs zog die Sängerin alle Register ihres Könnens, von tiefdunkel bis fein, und immer behielt

sie Oberhand über die komplexen melodischen Strukturen. Mit ihrer Stimme «full of power» und ihrem

ausdrucksstarken Gesang dominierte sie das Bühnengeschehen charmant. Neben der Dynamik kam das

warme Timbre der gefühlvollen Sängerin Ann Malcolm durchwegs zur Geltung. Es bedurfte aber zwingend

eines Profi-Begleitquartetts, das auf ihrem energiegeladenen Klangteppich mitzuschreiten vermochte. Bei

«Jazz im Aarhof» hat jedenfalls die Chemie zwischen Orchester und Solistin bestens gestimmt.

 

Aargauer Zeitung, 2002

„Und wenn Ann Malcolm mit ihrer brillianten und intimität schaffenden Stimme aus dem jazzorchestralen Meisterwerk „Sketches of Spain“ singt, dann lehnen sich selbst die Musiker an die Wand oder knien versunken mit dem Instrument auf sem Schoss, schliessen die Augen und geben sich ganz dem Reiz des Jazz hin“

 

 Kurt J. Rosenthaler, Aaugauer Zeitung 2002

„Gute Stimmen sind leider rar im Jazz. Rheinfelden kam in den Genuss einer der wenigen Frauenstimmen des Schweizer Jazz: Ann Malcolm.

Die Amerikanerin trat mit einer international zusammengesetzten Gruppe auf: mit den Basler Pianisten Walter Jauslin, dem amerikanischen Bassist Reggie Johnson und dem Wiener Drummer Mario Gonzi. Es war ein Frühlingserwachen“

 

„Nicht zum ersten Mal trug Ann Malcolm beschwingte, sonnige Atmosphäre in den Jazzkeller Q4............

Vielzeitigkeit ist auch das Markenzeichen von Ann Malcolm. Ob mit schnellem Swing („I Told You I Love You Now Get Out!“) oder einer langsamen Ballade („April in Paris“ von Vernon Duke), ob eine Anleihe im Pop („Overjoyed“ von Stevie Wonder) oder im lockeren Bossa-Nova („Cinnamon and Clove“ von Sergio Mendez). Oder unter zaghafter Mitwirkung des Publikums, „Honeysuckle Rose“ von Fats Waller (1904-1943). Ann beherrscht auch den durch Ella berühmt gewordenen Scat-

gesang, das zungenbrecherische Singen von Silben ohne Textsinn.“

 

 

Interview

SWR2 25.04.2015 Portrait Ann Malcolm
Interviewer: Georg Wassmuth, Musikjournalist

SRG SSR Jazz aktuell 29.1.2008 / 1 - Ann Malcolm
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SRG SSR Jazz aktuell 29.1.2008/2 - Ann Malcolm
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SRG SSR Jazz aktuell 29.1.2008 - Ann Malcolm Last Tango In Paris
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Swiss Culture & Jazz Sendung 11.12.00 - Ann Malcolm
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CD Reviews

CD Reviews: "Essence"

Jazz Podium magazine, Germany 2014

„sechs von zehn Titeln des Albums „Essence“ stammen aus dem Great American Songbook........Das rauchige Timbre und die Unterkühlte Stimme Ann Malcolms machen die Duo- Aufnahme dennoch zu etwas Besonderem.“

 

"Essence"

 Ute Bahn, imusic magazine, Germany 2014

„Abstrakte Klanggemälde stehen neben verspielten Kompositionen, die ihre wahre Stärke und Qualität aus dem Augenblick heraus gewinnen.......hier ein Album voller Ueberrachungen geschaffen.

 

"The Crystal Paperweight"

Cadence magazine, New York, 2011

„ Singer Songwriter Malcolm teams up with Tom Harrell for a well-rendered collection of engaging originals. Five of the eight tracks were co-written by Harrell-Malcolm with the balance of material by Debussy („Evening“) , Bill Evans („My Bells“) and Michael Jackson („Remember“).

All of the tracks are united by Malcolm’s graceful vocals as well as Tom Harrell’s polished arrangements, that like (5) feature tasteful string writing and his justly admired lyrical horn playing. In contrast to the general vein of darkness mined by much of modern jazz, there is a generally positive, upbeat tone throughout, buoyed by the often earnest,

deliberately naive lyrics ( „Childhood“ „Cat“) and Ms. Malcolm’s appealing voice. She is also credited with alto sax on a few tracks and it’s clear that her background as an instrumentalist has informed her singing which is marked by sure intonation and clarity. As mentioned, Harrell plays beautifully throughout as does the rest of the band with Scherrer, in particular, getting in some effective solo work. This was an enjoyable listen and I recommend it to those who don’t necessarily require their Jazz to contain large doses of angst and/or edge.“

 

 

"The Crystal Paperweight"

Daniele Duchi, Piu magazine, Italy

Ann Malcolm è una singer

americana straordinaria, da alcuni anni

residente in Svizzera, con alle spalle

pubblicazioni di grande pregio internazionale

(per esempio al fianco di

Kenny Barron, Ray Drummond, Keith

Copeland, Brian Lemon, Szakcsi, Robi

Lakatos, Vince Benedetti, Junior

Mance, Reggie Johnson ed altri ancora).

The Crystal Paperweight rappresenta

per AnnMalcolm una delle più esaltanti

realizzazioni di sempre ed ha caratteristiche

davvero speciali: innanzitutto

vede Tom Harrell coinvolto non

solo in qualità di trombettista (dalle

doti uniche al mondo)maanche di arrangiatore

dell’intero disco e compositore.

Ann Malcolm ha realizzato alcuni

testi che per la prima volta affiancano

alcune notissime composizioni dello

stesso Harrell: ciò costituisce un notevole

valore aggiunto se si considera

che nella storia compositiva di Tom

Harrell è cosa raramente concessa.

Il disco offre una varietà stilistica e di

sound notevole, rimanendo sempre

elegantissimo e curato. Le spiccati doti

di sensibilità ed espressione della

Malcolm, nonché la maestria degli arrangiamenti,

hanno permesso di oscillare

da esecuzioni mainstream a jazz

ballad sino ad ammiccare al pop ed al

soul di Remember The Time (Michael

Jackson). Al fianco di Ann e Tom figurano

Domenic Landolf (flauto), Patrice

Moret (contrabbasso), Daniel Pezzotti

(violoncello), Alejandro Rutkauskas

(violino), Andy Scherrer (sax tenore),

Dejan Terzic (batteria), Colin

Vallon (piano, fender Rhodes) e Wolfgang

Zwiauer (basso elettrico).

Ann Malcolm è l'incarnazione della

cantante jazz femminile odierna, sofisticata

e potente allo stesso tempo,

con eccellente e plastico timbro.“

 

"The Crystal Paperweight"

All About Jazz-New York 2010

„(Tom)Harrell scripts effective

supporting roles for the classical strings, placing them in opposition to or in sympathy with the other instruments, adding alto flute on two tracks. On his arrangement of Bill Evans’ “My Bells”, the measured melody resembles a medieval chant punctuated with Baroque counterpoint whereas the disco beat of Michael Jackson’s “Remember the Time” is sparsely orchestrated with constantly shifting background figures. Malcolm is a competent, unpretentious artist who delivers her lyrics (and sax solos) with tasteful understatement.

 

Shadows Who Dance

Godehard Lutz, Jazz Podium magazine, Germany 2008

Ann Malcolm, aus Iowa stammend, in Basel lebend, an den Hochschulen dort und in Mannheim lehrend, spannt den musikalischen Bogen auf „Shadows Who Dance“ (Mons Records MR 874420) von Strayhorns „Isfahan“ aus Ellingtons „Far east suite“ über Miles Davis’ „I’m into you“, dem „Concierto de Aranjuez“, Gato Barbieris „Last tango“, Coreas „Sea journey“, „A timeless place“

von Rowles/Winstone bis zu „I am the walrus“ und Madonnas „Secret“ und drückt all diesen Titeln einen persönlichen Stempel auf, mal zurückhaltend, mal durchdringend, immer ausdrucksvoll.

Sperrige Expressivität siegt über gefällige Melodik. Die CD zeichnet sich dabei auch durch die intensive Interaktion der Sängerin mit ihren ausgezeichneten Begleitern Colin Vallon, p, Bänz Oester, b, und Dejan Terzic, dr,aus.

 

Scenes of Christmas

Concerto magazine, Austria 2002

 „Aber es gibt sie noch, die raren, ernstzunehmenden Weihnachtsjazzproduktionen: „Scenes of Christmas“ des Quartetts die amerkanische Vokalistin Ann Malcolm, ist so eine. Bereits die Song auswahl, die behutsam –unter konsequenter Vermeidung allzu viel Lamettas-feine (Weihnachts) Stimmung aufkommen lässt, setzt erste Massstäbe“

 

Scenes of Christmas

Jazztime, 2002

„Das ganze Repertoire dieser CD ist mit sehr Einfühlungsvermögen und einem profunden Verständnis für das Material zusammengestellt und interpretiert worden.

Ann Malcolm kreiert sowohl stimmlich als auch emotional eine warme, vertraute und deshalb sehr zugängliche Atmosphäre.“

 

 

 

 

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